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Das einst evangelische Gutsdorf Schierschwende, erstmals erwähnt in der Wüstungsurkunde 1390 und 1407 und später geschichtlich als Dorf um 1545, liegt in einem östlichen Seitental des Haselbaches in ca. 399 m Höhe über NN.
Die heute katholische Ortschaft umfasst eine Gemarkungsgröße von 447 ha.
Auf dem Berghügel des Ortes wurde 1899 die katholische Kirche erbaut.
Zur Ortschaft Schierschwende gehört das Gut Schönberg, erbaut um 1400 von Rudolf und Heinrich von Keudel. Im ehemaligen Herrenhaus befindet sich eine Präzeptorei (Einrichtung der Jugendhilfe).
Der Wirtschaftshof wurde durch einen Neueinrichter in der Landwirtschaft erworben. Heute wird dort eine Ferkelaufzucht betrieben.
Von der ehemaligen Gaststätte Gute Hoffnung führt ein Wanderweg von 3,3 km über die Burg Normannstein nach Treffurt.
Auf einer Anhöhe von 448 m über NN stehen zwei sehr alte Linden am Wanderweg Lange Fiedel, eingebunden in Sitzgelegenheiten und eine Doppelschutzhütte (Grillhütte). Sie laden zum Verweilen ein und bieten eine sehr schöne Aussicht in das Werratal, zum Inselsberg im Thüringer Wald und die Wartburg bei Eisenach. Im Jahr 2013 wurden an der Guten Hoffnung und an der Lindenhecke zwei Skulpturen aufgestellt (Maistrommeln und Tisch), die zum Wanderweg X8 Natura gehören. Dieser Streckenabschnitt ist der letzte, der unter dem Motto Wiedervereinigung steht. Aufgrund der deutschen Teilung endete der Barbarossaweg bis 1989 bereits in Wanfried; in Treffurt begann die ostdeutsche Wanderroute zum Kyffhäuser. Auf dieser auch zu Zeiten der DDR aktiven X8-Wanderstrecke führt der Weg oberhalb von Burg Normannstein auf die Höhe. Deren freie Landschaft bietet unglaubliche Fernblicke nach West und Ost.