Auf den Weg begeben
Wanderer, folge nun dem Täubchen ins märchenhafte Land der Feen und lass Dich überraschen! Bitte erwarte auf unserem Pfad keine von Menschen geschaffenen Märchenfiguren oder -bilder! Wir haben uns von der Natur selbst inspirieren lassen, haben besondere oder auch ganz „gewöhnliche“ Naturplätze und -objekte in den Mittelpunkt gestellt und ihnen jeweils ein passendes Märchen zugeordnet.Du wirst bemerken, dass jede Station des Feensteiges einen farbigen Punkt trägt. Einige Farben wiederholen sich. Das ist nicht zufällig! Entdecke die geheime Zusammengehörigkeit der gleichfarbigen Stationen!Wanderer, wir wünschen uns, dass Du (wieder) auf Märchen neugierig wirst, sie allein oder zusammen mit Deinen Kindern entdeckst – und dass Du mit kindlich-staunenden Augen durch den Wald wanderst!
1. Aufbruch: „Die Alte im Wald“, Märchen der Brüder Grimm
Ungebahnte Wege gehen – das weiße Täubchen verhilft der Märchenheldin zu einem Schlüsselerlebnis im Wald.
2. Loslassen: „Die Sterntaler“, Märchen der Brüder Grimm
Ein armes Mädchen gibt alles hin, was es besitzt – und empfängt im Wald himmlischen Reichtum, der ihm auch auf Erden weiterhilft. Alles geben heißt alles erhalten.
3. Öffnung: „Dornröschen“, Märchen der Brüder Grimm
Ein Perspektivwechsel erschließt uns oft Ungewohntes – und neue Tore öffnen sich. Alles hat seine Zeit.
4. Verborgener Schatz: „Der Geist im Glas“, Märchen der Brüder Grimm
Eichen gelten bei vielen Völkern als Sitz der Götter, als Hüter uralter Weisheit. Viel Wissen lässt sich auf Universitäten erwerben, aber nur der Geist der Weisheit führt uns zu den verborgenen Schätzen tief in uns selbst.
5. Lauschen: „Die weiße Schlange“, Märchen der Brüder GrimmStill werden, lauschen... und die Natur verrät uns ihr Geheimnis.
6. Furchtlosigkeit: „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, Märchen der Brüder Grimm
Überwundene Angst schenkt uns ungeahnt Wertvolles...
7. Wurzeln: „Die drei Männlein im Walde“, Märchen der Brüder Grimm
Die Haulemännerchen sind die dienstbaren Geister der Frau Holle, der Gebieterin über Werden und Vergehen, der Herrin der Jahreszeiten. Schon im tiefen Winter reifen in ihrem Reich die Früchte des Sommers – nur dem erreichbar, der seinen Kopf nicht zu hoch trägt.
8. Imagination: „Thomas der Reimer“, Schottisch-keltisches Märchen
Feen inspirieren die Dichter und Propheten, Feen halten die Schicksalsfäden in der Hand. Jede Reise ins Land der Phantasie ist eine Reise ins Zauberland der Feen – das Land unserer Möglichkeiten
9. Jungbrunnen: „Waldminchen“, Deutsches Märchen
Der Kreislauf des Lebens ist ewig, die Mühlräder der Zeit stehen nie still, sie verwandeln alles Irdische. Ein Blick aus der Zukunft in die Vergangenheit kann die Fehler der Gegenwart enthüllen.
10. Hexenkräfte: „Der Liebste Roland“, Märchen der Brüder Grimm
Jedes Wissen um verborgene Dinge ist wie ein Zauberstab und kann zum Segen oder Fluch verwendet werden. Sei jedoch gewiss, dass Liebe und Wahrheit siegen.
11. Dienen: „ Die Taube mit dem goldenen Stühlchen“, Sage aus Thüringen
In alten Zeiten wurde Frau Holle als Göttin der Natur verehrt – gerade in Thüringen war ihr Kult lange verbreitet .Der Frau Holle dienen heißt, die Gesetze des Lebens zu respektieren – der Weg der Goldmarie. Pechmarie jedoch jagt nur dem Gewinn nach – die Folgen sind bekannt.
12. Vertrauen: „Der Trommler“, Märchen der Brüder Grimm
Die „Menschenfresser“ wachtrommeln, ihnen furchtlos ins Gesicht sehen – und sie tragen Dich durch den dunklen Wald, zum Ziel Deiner Wünsche. Trau Dich.
13. Wunschbaum: „Aschenputtel“, Märchen der Brüder Grimm
Die Welt ist ein Wunschbaum – Mutter Erde schenkt uns alles in Hülle und Fülle, wenn wir uns ihr in Liebe und Dankbarkeit zuwenden.
14. Zauberspiegel: „Die Gänsehirtin am Brunnen“, Märchen der Brüder Grimm
Nicht alle Dinge sind so, wie sie uns erscheinen. Verwandlungen im Märchen zeigen uns Wesentliches, Wahres. Schau in den Spiegel der Märchen und erkenne Dich selbst.