Eibenweg Rundweg (6,90km)

Der "Eibenweg" führt Sie zu einem der ältesten Naturschutzgebiete Thüringens, dem „Lengenberg“ bei Fürstenhagen. Hier behaupten sich in einem der größten Vorkommen Mitteleuropas mehr als 4000 Eiben gegen mächtige Buchen.
Eibenwald
Strecke:
6,90km
Dauer:
1 Std. 55 Min.
Schwierigkeit:
mittel
Aufstieg:
114m
Abstieg:
114m
Höhenprofil
Start:
Besucherparkplatz Fürstenhagen
Ziel:
Besucherparkplatz Fürstenhagen
Wegmarke:
Link zum Tourenportal

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Eibenweg

Vom Naturparkzentrum in Fürstenhagen führt der Rundwanderweg zunächst durch den für die Region typischen Kalk-Buchenwald. Doch schon bald sehen Sie die ersten Eiben, die sich unter dem dichten Blätterdach der Buchen behaupten. Mehr als 4000 Eiben wachsen hier im Naturschutzgebiet „Lengenberg“ – teilweise durch Menschenhand vor Wildschäden geschützt. Die ca. zweistündige Wanderung entlang des Pfades präsentiert die Eiben in unterschiedlichem Alter und ganz verschiedenen Wuchsformen. Eiben, vor allem geschlossene Bestände, sind heute nur noch äußerst selten zu finden. Das war nicht immer so. Die früher in Europa weit verbreitete Baumart bildete unter dem Schirm der Buchenwälder eine geschlossene zweite Baumschicht aus. Durch ihre Schattenverträglichkeit und ihr langes Leben von weit über 1000 Jahren kann sie unter dem dunklen Blätterdach lange ausharren, bis sich z.B. durch Auslichtung der Buchen der Licheinfall und damit ihre Lebensbedingungen verbessern. Der Grund für die geringe Anzahl an Eiben in der heutigen Zeit liegt vor allem an ihrem außerordentlich elastischen Holz. Dieses war im Mittelalter ein begehrter Exportartikel für den Bau der Englischen Langbögen. Aber auch ihre Giftigkeit und das langsame Wachstum haben früher zu ihrem Verschwinden aus den forstlich genutzen Wäldern beigetragen. Nur an schlecht zugänglichen Stellen wie den Muschelkalkhängen am Lengenberg haben größere Vorkommen überlebt. Heute werden Eiben wieder als wilkommene Mischbaumart besonders geschützt. Als einzige Nadelbaumart vermag die Eibe wieder aus dem Stock auszuschlagen. Diese Regenerationsfähigkeit und ihr hohes mögliches Alter sicherten dem Baum bereits in der Jungsteinzeit, der griechischen Antike oder bei den Kelten einen festen Platz in der Mythologie als Baum des Lebens, des Todes und der Wiedergeburt.

Wegbeschreibung

Der Weg ist beidseitig markiert. Wir empfehlen jedoch, ihn entgegen des Uhrzeigersinnes zu laufen. 

Karte


Hinweis: Für die Darstellung der Wege und touristischen Anbieter nutzen wir die Thüringer Tourismusdatenbank ThüCAT.

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