Die auf Hessischem Boden stehende und 1993 eingeweihte Kapelle besteht aus Steinen verschiedener Regionen in Deutschland. Sie ist eine Gedenk- und Erinnerungsstätte an die Teilung Deutschlands, während derer westdeutsche Bundesbürger nicht auf den in Thüringen gelegenen Hülfensberg pilgern durften.
Das Pflaster des Vorplatzes stellt das wiedervereinigte Deutschland dar. Bereits 1980 wurde ca. 50m oberhalb der Kapelle und direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze das "Eichsfelder Kreuz" von in den Westen gegangenen Eichsfeldern errichtet, als Zeichen der Mahnung und Hoffnung.
Am 9. November 1989 wurde an genau dieser Stelle die Grenze wieder geöffnet.
Jährlich am Tag der Deutschen Einheit findet hier ein gemeinsamer Gottesdienst der Wanfrieder Pfarrei St. Nikolaus, zu der die Kapelle gehört, und den Brüdern vom Hülfensberg statt. Im Anschluss folgt eine grenzüberschreitende Prozession zur Wallfahrtskapelle auf dem Hülfensberg.