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Der Eichsfeldort Lengenfeld unterm Stein, der bereits im Jahre 897 erstmals urkundlich erwähnt wird, liegt im romantischen Tal der Frieda, die beim nahe gelegenen Kloster Zella entspringt und den Ort zu einem idealen Urlaubs- und Reiseziel für Touristen und Wanderfreunde macht. Viele gut erhaltene und sorgfältig restaurierte Wohnhäuser, die einst im Fachwerkstil erbaut wurden, prägen noch heute das Bild des überwiegend katholischen Ortes.
Das Dorf ist umgeben von hohen Bergen, die mit ihrem Laub- und Nadelholzbestand der Landschaft ein besonderes Gepräge geben. Charakteristisch für Lengenfeld unterm Stein sind vor allem drei Wahrzeichen, die den Besucher schon von weitem grüßen. Hoch über dem Ort liegt das in den Jahren 1747/48 im Barockstil erbaute Schloss Bischofstein, das seit jeher die Blicke vieler Besucher auf sich zieht. Derzeit wird der historische Bau weiterhin schrittweise restauriert. Heute befindet sich in den Gemäuern ein Pflegezentrum.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist die neugotische Pfarrkirche, die im Jahre 1882 erbaut wurde und noch heute zahlreiche Christen zum Gebet ruft. In der Weihnachtszeit bietet das Gotteshaus mit seiner den gesamten Altarraum ausfüllenden Krippe ein Kleinod der Region.
Doch das eigentliche Wahrzeichen, das diesen Ort auch über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt gemacht hat, ist der gewaltige Eisenbahnviadukt. Mit einer Höhe von 24 m und einer Gesamtlänge von 240 m überspannt er den gesamten Ort. Bereits im Jahr 1875 errichtet, ist er auch heute noch ein Symbol historischer Baukunst. Der Viadukt, der als Teil der sogenannten Kanonenbahn geschaffen wurde, wird heute mit Draisinen befahren und ist mit ca. 30.000 Besuchern jährlich eine Attraktion für Lengenfeld und die Region.
Parallel zur Draisinenstrecke wurde im Oktober 2019 der Kanonenbahn-Radweg mit einer Gesamtlänge von 28 km feierlich eingeweiht. Das Besondere an diesem Radweg ist die Wegführung, weitab vom Straßennetz, mit historischen Bauwerken in einem der schönsten Naturräume des Eichsfeldes. Er führt durch fünf Tunnel und über vier Brücken. Mit dem Kanonenbahn-Radweg wurde der Anschluss an den Leine-Heide-Radweg, den Unstrut-Radweg und den Werratal-Radweg fertig gestellt.
Als Schmuckstück präsentiert sich der sanierte Bahnhof. Die liebevoll eingerichteten Räume, die den typischen Bahnhofscharakter widerspiegeln, bieten Platz für ca. 100 Personen. Darin befindet sich auch die Kanonenbahn-Gaststätte.
Wanderwege, Ferienwohnungen und private Gästezimmer locken Touristen und Gäste, ebenso das in den Sommermonaten gut besuchte, neu gestaltete Freibad. Pferdefreunden bieten sich ausgedehnte Reitwege, um die Natur zu erkunden. Auf Grund der landschaftlich äußerst reizvollen Lage setzt die Gemeinde ihren Entwicklungsschwerpunkt auf den weiteren Ausbau der touristischen Infrastruktur und ein ausgewogenes Verhältnis von Gewerbe, Handwerk und Dienstleistungen.