Kella

Kella ist ein Haufendorf. Es liegt im südlichen Eichsfeld und grenzt im Norden an Pfaffschwende, im Osten an Geismar und Großtöpfer und im Süden und Westen an die Gemeinde Meinhard in Hessen.

Adresse 37308 Kella
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Kella ist ein Haufendorf. Es liegt im südlichen Eichsfeld und grenzt im Norden an Pfaffschwende, im Osten an Geismar und Großtöpfer und im Süden und Westen an die Gemeinde Meinhard in Hessen. Die Gemarkungsfläche der Gemeinde liegt zwischen 230 und 520 Metern Höhe. Durch den Ort fließt der Kellaer Bach, der in Schwebda in Hessen in die Werra mündet. Die 494 Einwohner zählende Eichsfeldgemeinde Kella wurde 1141 erstmals urkundlich erwähnt. Seinen Namen verdankt das Dorf der Lage in einer Mulde am Hang der Gobert. Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gehört die 1854 erbaute Kirche. Sie ist dem Heiligen Martinus geweiht. Zur wertvollen Kirchenausstattung zählen der Barockaltar (1778), dessen barockes Ölgemälde aus einem Zisterzienserkloster stammt und der Taufstein. Eine Besonderheit im Eichsfeld stellt neben der Kirche stehende Glockenturm dar (1909). Sehenswert ist auch die Kapelle am Hang der Gobert, die 1867 erbaut, im 2. Weltkrieg zerstört und 1945 wieder aufgebaut wurde. Lange Jahre war sie für die Einwohner von Kella unzugänglich, da dieses Gotteshaus zwischen den beiden Grenzzäunen der innerdeutschen Grenze stand. Zur Kapelle führt ein Kreuzweg, der am Ende der Gobertstraße beginnt. Wie durch ein Wunder wurden Kapelle und Kreuzweg durch den Bau der Grenzsicherungsanlagen nicht zerstört, nur eine Station wurde verschüttet und bis heute nicht gefunden. In der Nähe der Kapelle befindet sich eine Schutzhütte mit Grillstation. Sehr schön wurden die Parkanlagen am Ortsein- bzw. ausgang angelegt. Die reizvolle Landschaft um Kella bietet eine Vielzahl und Wanderwegen. Beliebtes Wanderziel ist die Gobert, mit 537 m eine der höchsten Erhebungen des Eichsfeld. Einen schönen Ausblick erhält man vom Felsvorsprung „Eichsfeldblick“ aus. Von der nahegelegenen Silberklippe zur Salzfrau, zum Wolfstisch, zum Pferdloch um zum Kalkofen, jeder für sich ein interessanter Aussichtspunkt mit sagenumwobener Geschichte. Kella präsentiert sich heute dem Besucher als ein sehr gepflegter Ort mit eichsfeldtypisch gestalteten Anlagen auch im Ortskern. 1996 wurde Kella im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ als schönstes Dorf im Kreis und Land Thüringen ausgezeichnet.

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