| von Michael Baller

Neue Broschüre

Schafbeweidung im Naturschutzgebiet
Schafbeweidung im Naturschutzgebiet

"Wertschöpfung mit alten Sorten und Rassen"

Naturparke erhalten alte heimische Sorten und Rassen und erzielen regionale Wertschöpfung

Bonn, den 18. Mai 2021 Wie ländliche Regionen und Unternehmen mit Lebensmitteln aus alten, gefährdeten Sorten und Rassen wirtschaftlich erfolgreich sein können und sie gleichzeitig erhalten, untersuchten Experten der nova-Institut GmbH und der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft in dem Projekt „AgroBioNet“. Sie analysierten 21 Praxisbeispiele und identifizierten Erfolgsfaktoren, die übertragen werden können. In der Abschlussbroschüre „Wertschöpfung mit alten Sorten und alten Rassen“ werden die Leuchtturmprojekte und Erfolgsfaktoren vorgestellt. Die Broschüre kann kostenlos heruntergeladen werden. Der Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN) war im Rahmen der projektbegleitenden Arbeitsgruppe in das Projekt eingebunden.

Die Teams untersuchten in dem von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) begleiteten Vorhaben erfolgreiche Projekte, bei denen landwirt­schaftliche Betriebe und Unternehmen aus alten heimischen Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen Fleisch- und Milchprodukte, Brot, Bier, Obst, Gemüse und Wein erzeugen und vermarkten.

Sie stellten fest: Um damit wirtschaftlich erfolgreich zu sein, bedarf es unter anderem einer guten Verfügbarkeit von Saatgut, Pflanzgut oder Tierrasse. Zudem braucht es Verarbeitungsstrukturen und -kompetenzen für kleine Mengen sowie intensive Kommunikation mit den Medien und Verbraucher*innen.

Naturparke spielen insbesondere bei den Erfolgsfaktoren „Aufmerksamskeits- und Identifikationswert“, „Kommunikation“ sowie „Koordination und Vernetzung in der Region“ für die erfolgreiche Wertschöpfung von alten Sorten und alten Rassen eine Rolle.

„Mit der Erhaltung alter Pflanzensorten und Nutztierrassen bieten sich in den Naturparken vielfältige Potenziale, um die heimische Naturvielfalt, den Erhalt regionaler Kultur und die regionale Wertschöpfung mit einzigartigen Genuss­momenten zu verbinden. Zahlreiche Beispiele unserer Naturpark-Partner belegen, dass das Engagement für die Biologische Vielfalt, insbesondere auch zum Erhalt von alten Sorten und Rassen, groß ist."

 

Sabine Pönicke

Landschaftsplanung, Regionalentwicklung, Projektsteuerung


Tel.: 0361 57 3915 003

sabine.poenicke@nnl.thueringen.de


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