| von Uwe Müller / Naturpark

Öffentliche Abschlußpräsentation

Fürstenhagen/ Lengenfeld/Stein. „Erlebnis Draisine“ ist nicht nur das Motto des Kanonenbahnvereins, sondern zugleich ihr Anspruch die außergewöhnliche Bahnstrecke als überregionalen Tourismusmagneten weiter auszubauen.

Ein wichtiger Meilenstein war die Verlängerung der befahrbaren Draisinenstrecke bis Dingelstädt. Nun soll das seit  20 Jahren leerstehende Bahnhofsgebäude grundlegend saniert und umgestaltet werden. Mit der Wiederbelebung als Gästebahnhof soll dieser auch als touristischer Knotenpunkt im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal fungieren. Neben dem Service für die Draisinenbahn möchte der Verein eine Gaststätte, ein Museum und Übernachtungsmöglichkeiten etablieren.  Wie eine fachgerechte Sanierung und die Nutzung des 140 Jahre alten Gebäudekomplexes aussehen kann, dazu hat der Naturpark eine Projektarbeit von der Bauschule Gotha akquiriert. Dipl.Bau-Ing. Sabine Pönicke, im Naturpark für Regionalentwicklung zuständig, betreut die vier Studenten bei der Erarbeitung von gebäudeangepassten Nutzungsvorschlägen. Besonders wichtig war ihr aber erst einmal eine gründliche Bestandsaufnahme und Schadenskartierung. Schließlich stand der 140 Jahre alte Gebäudekomplex schon fast 20 Jahre lang leer. Allein das gründliche Aufmessen der über 40 Raumeinheiten hat viel Zeit in Anspruch genommen. Sehr beeindruckend sind auch die überraschend großen Kellergewölbe, teils als Tonnengewölbe teils als Kreuzgewölbe ausgeführt. „Hier steckt viel Potential in dem Gebäude“ sind sich die Studenten einig. Mit geschultem Blick werden alle Details in einem Raumbuch akribisch festgehalten. Schließlich haben die Studenten in ihrem Berufsleben schon 20 Jahre Berufserfahrung gesammelt: Thomas Triemer u. Reinhold Wiemuth als Zimmerer; Heiko Tennigkeit als Maurer und Thomas Kraps als Maurermeister. „Wir alle kennen da schon die Knackpunkte eines so alten Gebäudes.“ Natürlich wünschen sich die Studenten auch eine zeitnahe Umsetzung ihrer Planungen. Vom Naturpark gibt es eine klare Zielvorgabe zur fachgerechten und ökologisch hochwertigen Sanierung des Baubestandes. „Eine Modellplanung mit Vorbildcharakter, an der sich auch Eigentümer anderer Altbauten orientieren“ wünscht sich Sabine Pönicke.

Schließlich ist eine Kalkulation der Baukosten auch Bestandteil der Projektarbeit. Nach der erfolgreichen Zwischenverteidigung in der Bauschule, freut sie sich schon auf die Abschlusspräsentation im Bahnhof von Lengenfeld/Stein, dem Vereinssitz des Kanonenbahnvereins. Die umfangreichen Unterlagen der Studenten werden dann selbstverständlich dem Verein zur Verfügung gestellt, und sind auch für alle weiteren Bauwilligen in der Naturparkverwaltung einzusehen.

Rückfragen:
Sabine Pönicke, Regionalentwicklung / Naturparkverwaltung / Tel. 0361 57391 5645


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