| von Michael Baller

Projekt für mehr Klimaschutz im Deutschlandtourismus

Fürstenhagen.Der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal nimmt als einer von 18 Modell-Naturparken am Projekt "Katzensprung 2.0 – Aktiv für den Klimaschutz im Deutschlandtourismus" vom Verband Deutscher Naturparke e.V. (VDN) teil. Durch Schulungen und Workshops seiner Partnerbetriebe wird der Auf- und Ausbau regionaler Partner-Netzwerke im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal unterstützt. Ziel ist die Auszeichnung von engagierten Akteuren als „Naturpark-Partner“ nach bundesweit geltenden Mindestkriterien, die neben dem regionalen Engagement auch branchenspezifische Kriterien der betrieblichen Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes enthalten.
 

Claudia Wilhelm (Leiterin des Naturparks), ruft mit Vertretern der Landkreise: hier Gerald Schneider (stellv. Landrat des Eichsfelds) und Maxi Domke (Klimaschutzmanagerin im Wartburgkreis) auf, sich am Projekt zu beteiligen.| Foto: Julia König

Mitte des Jahres hatte sich der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal als Modell-Naturpark im Projekt „Katzensprung 2.0 - Aktiv für den Klimaschutz im Deutschlandtourismus“ beworben. „Hauptinhalt des Vorhabens ist die inhaltliche Ausweitung und Implementierung des Partner-Programms „Aktiv für Naturparke und den Klimaschutz“ in 18 Modell-Naturparken. Nach der Modellphase sollen weitere Partnernetzwerke in möglichst vielen der aktuell 104 Naturparken umgesetzt werden“ berichtet Martina Leicher, Projektmitarbeiterin beim Verband der Deutschen Naturparke.

Diese übermittelte auch die freudige Nachricht der Auswahl an den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. „Seit über 10 Jahren gibt es knapp 20 Naturpark-Partner in unserer Gebietskulisse. Das bundesweite Modellvorhaben bietet für mich die Chance, am Erreichten anzuknüpfen und die vorhandene Struktur in eine zukunftsfähige Partnerinitiative zu überführen. Gemeinsam mit den regionalen Akteuren können wir damit die Qualität und die Nachhaltigkeit im Naturpark weiter ausbauen“ erklärt Claudia Wilhelm - Naturparkleiterin, was sie zur Bewerbung motivierte.

Der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal setzt sich im Projekt „Katzensprung 2.0“ u. a. dafür ein, gemeinsam mit seinen lokalen Partnern in branchenübergreifenden Netzwerken regionale Wirtschaftskreisläufe (wieder) zu stärken und dadurch einen Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu leisten.

Dass Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist, unterstreicht auch Dr. Maxi Domke, Klimaschutzmanagerin beim Landratsamt des Wartburgkreises. „Für eine erfolgreiche Umsetzung braucht es die aktive Mitwirkung aller Akteure in der Region, aber auch das Bewusstsein und Wissen. Die Landkreise als auch der Naturpark spielen hierbei eine wichtige Rolle, um die Akteure zu informieren, zu motivieren und zusammenzubringen.“ Die Mindestkriterien für ein erfolgreiches Engagement in Bezug auf Klimaschutz der teilnehmenden Partner werden im Katzensprung-Projekt auf Grundlage der bestehenden Kriterien für „Naturpark-Partner“ weiter geschärft und sollen zukünftig bundesweit gelten. Dabei liegt der Fokus primär auf den Akteuren in der Tourismusbranche (Übernachtung, Gastronomie, Aktivitäten). Zusätzlich können auch andere Akteure entlang der touristischen Wertschöpfungskette (landwirtschaftliche oder produzierende Betriebe sowie Akteure aus Handel, Bildung oder Dienstleistung) teilnehmen und sich als Naturpark-Partner auszeichnen lassen. Denn das Ziel des Katzensprung-Projektes ist die enge Vernetzung der lokalen Anbieter, die bessere Vermarktung lokaler Produkte und damit die Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe sowie die Sensibilisierung von Bewohner*innen und Besucher*innen im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal.
Die Vorteile für die Region liegen auf der Hand: Regionale Wirtschaftskreisläufe sind stabiler und widerstandsfähiger - ein Aspekt, der aufgrund der aktuellen Krisen wie Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg neue Bedeutung erlangt. Ferner bieten sie Arbeitsplätze und höhere Steuereinnahmen und sichern die Nahversorgung im ländlichen Raum.

Auch für den Tourismus sind regionale Produkte und Naturerlebnisse vor Ort wichtig und werden von Reisenden nachgefragt, die sich zunehmend authentische, nachhaltige und klimafreundliche Angebote wünschen. Nicht zuletzt durch kurze Transportwege kann so ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Zudem erhält eine bäuerliche und kleinteilige Landwirtschaft unsere Kulturlandschaften mit ihrer biologischen Vielfalt, die häufig ein wichtiges Entscheidungskriterium für eine Urlaubsregion sind.

Damit die im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal entwickelten Netzwerke und Angebote für potenzielle Gäste sichtbar werden, wird die Projektarbeit in den Naturparken durch eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Die während des Pilotprojekts „Katzensprung – Kleine Wege. Große Erlebnisse.“ etablierte Webseite www.katzensprung-deutschland.de wird durch neue „Leuchttürme des nachhaltigen Tourismus“ erweitert und bietet auch weiterhin viel Inspiration für nachhaltige Reiseangebote in Deutschland. Für eine breite Zielgruppenansprache werden die im Pilotprojekt etablierten Social-Media-Kanäle weiter genutzt, durch Blogger-Kooperationen Reichweite generiert und so die „Katzensprung-Community“ ausgebaut. Das Projekt startet im IV. Quartal 2022 und findet in der Auszeichnung der Naturpark-Partner Ende 2024 seinen Abschluss.

Wer Interesse an der Teilnahme hat, übermittelt dies gerne formlos per E-Mail an claudia.wilhelm@nnl.thueringen.de oder richtet sich telefonisch an die Naturpark-verwaltung: 0361-57391 5000.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier:
www.naturparke.de | www.katzensprung-deutschland.de  

Claudia Wilhelm

Leiterin Naturparkverwaltung


Tel.: 0361 57 3915 001

claudia.wilhelm@nnl.thueringen.de

Uwe Müller

Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus


Tel.: 0361 57 3915 004

uwe.mueller@nnl.thueringen.de


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