| von Michael Baller

Nachhaltige Regionalentwicklung:

Nachhaltige Regionalentwicklung: Amt Creuzburg und Gemeinde Frankenroda erhalten über 40.000 € Projektförderung für investive Maßnahmen in der Region

Die Naturparkleiterin Claudia Wilhelm begrüßte Rainer Lämmerhirt (Bürgermeister Amt Creuzburg) und Ronny Schwanz (Ortsteilbürgermeister Creuzburg) an der Gottesackerkirche in Creuzburg. Mit im „Gepäck“ hatte sie die symbolischen Förderschecks für die Werratalregion in einer Gesamthöhe von 43.339,99 €. Die Mittel stammen vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz.
 

Über die Förderung freuen sich Heidi Brandt (Landratsamt WAK), Claudia Wilhelm (Naturparkleiterin), Ronny Schwanz (BM Creuzburg), Rainer Lämmerhirt (BM Amt Creuzburg), Uwe Müller (Naturpark) und Maika Baldauf (Landratsamt WAK)

Der Förderung war ein Projektaufruf Ende Januar 2021 vorausgegangen. Gemeinden und Gemeindeverbände, die innerhalb des Naturparks lagen konnten Projektskizzen für eine nachhaltige Regionalentwicklung beim Umweltministerium einreichen. Diese wurden durch ein regionales Gremium bewertet, welches sich aus den Vertretern der beteiligten Landkreise zusammensetzte. Die Gemeinden mit den am besten bewerteten Projektskizzen wurden aufgefordert, einen konkreten Förderantrag beim TMUEN einzureichen. Insgesamt gingen über 20 Projektvorschläge in der Naturparkverwaltung ein. 13 davon wurden positiv beschieden und werden spätestens bis 2022 umgesetzt. Verbunden damit sind über 420.000 € für investive Maßnahmen in der gesamten Naturparkregion.

Das Amt Creuzburg erhielt eine Zuwendung in Höhe von 40.364,99 € für die Ausweisung des TOP-Wanderweges Creuzburg und die Errichtung der Köhlerbaude im Mihlaer Tal.

„Die Sehnsucht vieler Menschen nach einem Aufenthalt in der Natur ist in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Creuzburg bietet aufgrund seiner wunderschönen Lage ein besonderes Potenzial. Mit der Ausweisung des 6 km langen TOP-Wanderweges Creuzburg laden wir ein „Natur und Landschaft zu genießen“, ist sich Claudia Wilhelm sicher.

Rainer Lämmerhirt der den Bescheid, auch als Ortsteilbürgermeister von Mihla entgegennahm freut sich: „Seit vielen Jahren gibt es Bestrebungen in Mihla, die Köhlerbaude wiederaufzubauen. Einst entstand sie in den 1960er Jahren als Zentrum für sportliche Betätigungen. Nun bietet sich die einmalige Situation gemeinsam mit engagierten Bürgern und dem Umwelt- und Naturschutzverein „Am Hainich“ diese Baude, als Umweltbildungszentrum wiederherzurichten.“

Für einen Erhaltungsschnitt der Lindenreihe am Werratalradweg erhielt Erika Helbig für die Gemeinde Frankenroda 2.975,00 €.

Abschließend bedankt sich Wilhelm bei der Unterstützung des Landratsamt Wartburgkreis durch die Kreisplanung sowie bei den Bürgermeister*innen: „Eine erfolgreiche Regionalentwicklung kann nur mit den Menschen vor Ort gelingen – sie sind es die die Besonderheiten der Region kennen und von ihnen begeistert sind.“

Wann die investiven Maßnahmen abgeschlossen sind, steht noch nicht fest. Eine Presseinformation, spätestens zur Eröffnung wird erfolgen.

 


Kurze Projektvorstellung:

TOP-Wanderweg Creuzburg (10.600,00 €)

Der 6,7 km lange Rundwanderweg startet am Parkplatz Liboriuskapelle und führt entlang der Werra, über den Schützenplatz durch das Naturschutzgebiet „Ebenauer Köpfe und Wisch“, über den Eschenborn, zum Wisch, vorbei an der Gottesackerkirche, zur Burg Creuzburg und wieder hinab zum Ausgangspunkt. Entlang des Weges werden Wegweiser gemäß der Thüringer Wanderwegekonzeption sowie Informationstafeln im Naturparkdesign angebracht. Eine Zertifizierung beim Deutschen Wanderverband ist für 2022 geplant.
 

Erhaltungsschnitt an der Lindenreihe/Frankenroda (2.975,00 €)

Ziel der Förderung ist ein fachgerechter Erhaltungsschnitt an 50 Linden an der Zufahrtstraße zur Probsteizella vom Ortsausgang Frankenroda. Die Linden wurden im Jahr 1990 durch ehrenamtliche Naturschützer unter Mitarbeit von ABM-Kräften und aus Mitteln des Freistaates Thüringen gepflanzt.

Aufgrund mangelnder Pflege ist der Erhaltungsschnitt zwingend notwendig. Die Lindenreihe fügt sich harmonisch ins Landschaftsbild ein, leistet aber auch einen wertvollen Beitrag für die Struktur- und Artenvielfalt in der Agrarlandschaft.

 
„Wiederaufbau Köhlerbaude“/Mihla (29.764,99 €)

Im Mihlaer Tal wird durch die Zuwendung der Wiederaufbau der Köhlerbaude als Umweltzentrum ermöglicht. Finanziert wird hierbei die Holz- und Dachkonstruktion. Das Besondere ist jedoch, dass der Umweltverein Mihla und die Naturparkschule in Mihla beim Wiederaufbau helfen und die Tradition des Aufbaus eines Fachwerkhauses als Teil der schulischen Bildung erleben können.

Das Umweltzentrum dient nachfolgend als außerschulischer Lernort für ortsansässige Schulen/Kindergärten, für Aktivitäten des Umweltvereins, aber auch als Ziel und Treffpunkt der Einheimischen und Gäste der Region.

 

Hintergrund

Den Förderungen vorausgegangen war ein Projektaufruf Ende Januar 2021: Gemeinden und Gemeindeverbände, die innerhalb der acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens liegen, konnten Projektskizzen für eine nachhaltige Regionalentwicklung beim Umweltministerium einreichen. Die bis Ende Februar eingereichten Projektskizzen wurden durch sechs regionale Gremien bewertet, die sich insbesondere aus Vertretern der beteiligten Landkreise zusammensetzten. Die Gemeinden mit den am besten bewerteten Projektskizzen wurden aufgefordert, einen konkreten Förderantrag beim TMUEN einzureichen. Die Projekte sollten so konzipiert sein, dass deren Umsetzung weitestgehend in 2021 möglich ist. In begründeten Fällen können Projekte darüber hinaus auch bis 2022 oder 2023 gefördert werden. Fast 140 Gemeinden und Gemeindeverbände reichten Projektskizzen ein, von denen 86 zur Antragstellung aufgefordert wurden. Insgesamt stehen für das laufende Jahr 2,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Nationalen Naturlandschaften (NNL) in Thüringen finden Sie unter www.natur.thueringen.de. NNL‘s zeichnen sich durch eine sehr reiche Naturausstattung aus, die aufgrund ihrer hohen Attraktivität auch zahlreiche Erholungssuchende und Touristen anlocken. Insbesondere der regionalökonomischen Wertschöpfung kommt neben konkreten Pflege- und Schutzmaßnahmen besondere Bedeutung zu, um zusammen mit den Menschen vor Ort die Entwicklung und den Schutz dieser außergewöhnlichen Landschaften im Einklang miteinander voranzubringen. Zur kooperativen fachlichen Unterstützung stehen vor Ort bereits langjährig erfahrene Verwaltungen und ein Träger als Ansprechpartner zur Verfügung.

Claudia Wilhelm

Leiterin Naturparkverwaltung


Tel.: 0361 57 3915 001

claudia.wilhelm@nnl.thueringen.de

Uwe Müller

Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus


Tel.: 0361 57 3915 004

uwe.mueller@nnl.thueringen.de


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