Artbeschreibung: Zauneidechsen können eine Länge von fast 250 mm erreichen. Die Männchen sind an ihrem gelbgrünen Farbmuster besonders zur Paarungszeit gut zu erkennen. Die Weibchen haben ein schlichteres Farbkleid: dunkle graubraune Farbtöne überwiegen.
Lebensraum/Lebensweise/Biologie: Die Zauneidechse besiedelt offene Räume mit lückiger Vegetationsdecke. Sie ist auch in Siedlungen anzutreffen: in Gartenanlagen und Steingärten, auf Streuobstwiesen und Friedhöfen. Ab März/April sind die ersten Zauneidechsen bei uns zu beobachten. Im Mai beginnt die Paarungszeit. Nach der Paarung und Eiablage kann man die ersten aus ihren Eiern geschlüpften Jungeidechsen im Juli/August beobachten. Zauneidechsen ernähren sich von Heuschrecken, Käfern und anderen Bodentieren.
Verbreitung: In Deutschland ist die Zauneidechse fast flächendeckend verbreitet. In den Alpen ist sie noch in 1.500 m ü. NN anzutreffen. Auch in Thüringen ist sie außer in großflächigen Waldgebieten und Ackerfluren fast überall heimisch. Im Eichsfeld gibt es einige Vorkommen. Im Hainich ist sie selten. Die meisten Zauneidechsen- Vorkommen im Naturpark befinden sich im Werratal.
Gefährdung und Schutzmaßnahmen: Ihre besiedelten Habitate, wie gebüschreiche Trocken- und Halbtrockenrasen, sind vielerorts durch Nutzungsänderungen (z.B. Brache, Aufgabe von Beweidung) gefährdet. Deshalb ist der Schutz bzw. extensive Nutzung der angestammten Lebensräume z.B. durch extensive Beweidung dringend geboten.
Besonderes (Verhaltensmerkmale): Die Wendigkeit und Schnelligkeit, mit der sich die Zauneidechse bewegen kann, hilft ihr oft, Feinden zu entfliehen. Wird sie aber doch mal von einem Räuber z.B. am Schwanz gepackt, kann sie trotzdem entkommen. Zauneidechsen sind wie viele andere Reptilien in der Lage, einen Teil ihres Schwanzes abzuwerfen. Das abgestoßene, sich noch bewegende Schwanzteil lenkt die Feinde ab und kann so die Eidechse vor dem Gefressenwerden schützen. Es kann nicht regeneriert werden.