Unser Naturpark

Muschelkalkplateaus mit hohen Buchen und zahlreichen Klippen bieten ein eindrucksvolles Landschaftsbild. Natürliche Eibenvorkommen im Eichsfeld suchen ihresgleichen in Deutschland. Nur selten Quert eine Straße den Naturpark. Weiter südlich schlängelt sich die Werra durch schroffe Felswände. Im Südosten beginnt der Urwald des Hainich.

Verträumte Dörfer und Kleinstädte liegen harmonisch in der Landschaft eingebettet. Romantische Burgen, Kirchen und gut erhaltene, alte Stadtkerne, wie in Mühlhausen, gewähren Einblicke in die reiche Historie der Region. Sie laden mit Charme zum Verweilen ein. So unterschiedlich ist der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werrratal im Übergangsbereich zum Thüringer Becken. Die Nähe zur ehemaligen Grenze und militärische Nutzungen haben einzigartige Kultur- und Naturlandschaften im Herzen Deutschlands bewahrt. Sie bieten Platz für in Mitteleuropa seltene Biotope und vielfältige Möglichkeiten der Naturbeobachtung. Gemäße dem Leitsatz "Mensch und Natur gehören zusammen" bietet der Naturpark seinen Besuchern zahlreiche Möglichkeiten die Natur und Kultur dieser abwechslungsreichen Landschaft zu entdecken. Initiiert wurde der etwa 87000 ha große Naturpark im Jahre 1990.

Geographische Lage
Zwischen Eisenach und Heiligenstadt im Westen Thüringens gelegen macht das Gebiet heute durch seine einmalige Natur und seine gewachsene Kulturlandschaft auf sich aufmerksam.

Landschaftstypen
Laubwald, Mischwald, Fließgewässer; Geländeausformung: hügelig / wellig
Drei sehr unterschiedlich geartete Naturräume mit ausgeprägten Landschaftsprofilen und charakteristischer Flora und Fauna sind im Naturpark vereint.
 

Das Eichsfeld

Die nördliche Region des Naturparks ist geprägt von ausgedehnten Muschelkalkplateaus. Das Hochland ist an vielen Stellen von Tälern tief zerschnitten. Entlang steiler Abbruchkanten dehnen sich artenreiche Laubwälder aus, in denen die Eibe häufig zu finden ist. Historisch gewachsene Dörfer, inmitten ausgedehnten Grünlandes und zahlreicher Streuobstwiesen gelegen, fügen sich harmonisch in das Landschaftsbild. Im zeitigen Frühjahr entfaltet sich eine berauschende Blütenpracht: Märzenbecher, Himmelschlüssel und Buschwindröschen leuchten in riesigen Matten zwischen den noch unbelaubten Bäumen.

 Blick ins Eichsfelder Land von den Dieteröder Klippen

Blick ins Eichsfelder Land von den Dieteröder Klippen
Fotograf: Uwe Müller - Naturparkverwaltung

Der Hainich

Im Südosten liegt der Hainich mit seinen großen naturnahen Buchenwäldern – wild, ursprünglich, an manchen Stellen sogar urwaldartig. Mit einer Fläche von 130 km² zählt der Hainich zu den größten geschlossenen naturnahen Buchenwäldern Mittel- und Westeuropas. In den weiten menschenleeren Mischwäldern sind Bäume aller Größen und Arten bunt gemischt, darunter manch skurrile Gestalten und mächtige Baumveteranen. Liegendes und stehendes Totholz wird von Moosen, Flechten und Pilzen besetzt.Der südliche Teil des Hainich wurde wegen seiner urwaldartigen Buchenmischwälder 1997 zum Nationalpark Hainich erklärt.

Hainich

 Der Hainich
Fotograf: Thomas Stephan

Das Werratal

Hier windet sich die Werra durch naturnahe Auenlandschaften, vorbei an imposanten, steilen, bis zu 200 m aufragenden Felswänden. Dabei strahlt die wildromantische Landschaft – besonders eindrucksvoll erlebbar zwischen Falken und Frankenroda – eine wunderbare Ruhe aus. Vielen Vogelarten bieten die unzugänglichen Felswände geschützte Brutplätze. Auch Uhu und Wanderfalke sind hier zu beobachten. Die Südhänge sind der Sonne zugewandt und können sehr viel Wärme speichern. Dieses besondere Mikroklima lässt viele seltene Arten wärmeliebender Pflanzen gedeihen. Orchideen sind typisch für diesen Lebensraum.

Werratal mit Blick auf den Heldrastein
Fotograf: Dieter Mey - Naturparkverwaltung