
Der Abbau im Steinbruch ist seit längerem eingestellt, doch ist der Aufschluss noch nicht frei zugängig. (Ein Besuch ist nach Absprache mit der Firmenleitung möglich.) Zur Zeit finden im Gelände noch Recycling-Arbeiten statt. Geplant ist aber, die Grubenwand gemäss Absprachen mit der Firma Saur herzurichten, von Westen her durch einen Weg zugänglich zu machen sowie als geologisches Naturdenkmal unter Schutz stellen zu lassen. Nach Abschluss der Abbauarbeiten war der gesamte Bereich der drei Schaumkalkbänke, der oberste Abschnitt des Unteren Muschelkalks, gut aufgeschlossen. Es ist beabsichtigt, auf der linken Seite das Profil möglichst vollständig offenzuhalten, während rechts die Grube verfüllt wird. Hier lassen sich aber noch gut die Obere Schaumkalkbank und tektonische Störungen beobachten. Die obere Schaumkalkbank ist hier im Vergleich zu den Aufschlüssen von Punkt 3 und Punkt 18 außergewöhnlich mächtig (über 2 m). Die Grubenwand folgt auf größerer Fläche einer steil nach Südwesten geneigten Verwerfung (Abschiebung). Im rechten Abschnitt der Grubenwand wird der Schichtstapel durch steile Verwerfungen in mehrere gegeneinander verschobene Schichten zerlegt. Diese Störungen haben eine "rheinische Streichrichtung", d.h. SSW-NNE-Erstreckung. An ihnen haben sich Bewegungen mit vertikalen und horizontalen Komponenten abgespielt.
Wegebeschreibung: Von Lauterbach gelangt man über Mihla nach Nazza. In der Rechtskurve kurz hinter dem Ortsanfang zweigt eine Straße ab (Hinweisschild zum Steinbruch). Die zunächst feste Straße läuft dann als wenig befestigter Fahrweg weiter. An der Abzweigung hält man sich links und gelangt an das Betriebsgelände der Firma Saur.