Schwalbenschwanz - Papilio machaon

Artbeschreibung: Der Schwalbenschwanz gehört mit bis zu 90 mm Flügelspannweite zu den größten heimischen Schmetterlingen. Die erwachsenen Tiere, Männchen wie Weibchen, besitzen die gleiche schwarzgelbe Gestalt und gleichartige Farbmuster.

Schwalbenschwanz (c) Jungsystems 2008 - Heuteufel
Schwalbenschwanz
(c) Jungsystems 2008 - Heuteufel

Lebensraum/ Lebensweise /Biologie: Diese Schmetterlingsart lebt im offenen Gelände und auf großflächigen Wiesen, Halbtrockenrasen, Feldrainen und Ruderalflächen. Sie kommt auch in Parks und Gärten vor, in der Regel dort, wo hauptsächlich Doldenblütler, die bevorzugten Fraßpflanzen der Raupen, anzutreffen sind. Dazu zählen z.B.: Wilde Möhre, Dill, Fenchel, Wiesenkümmel, Karottenkraut und Kleine Pipinelle. Die erwachsenen Schmetterlinge verfügen über einen langen Saugrüssel. Sie ernähren sich hauptsächlich von Nektar der Doldenblütler. Im Spätherbst geschlüpfte Raupen überwintern im Puppenstadium in Erdhöhlen oder Kokons an frostsicheren Stellen.

Verbreitung: Im Naturpark befinden sich die Verbreitungsschwerpunkte der Art im Werratal und im südlichen Hainich.
Gefährdung und Schutzmaßnahmen: Viele Schwalbenschwanzvorkommen sind bedroht, weil Wiesen und Halbtrockenrasen zunehmend verschwinden. Er gehört mittlerweile zu den seltenen Schmetterlingsarten und steht auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Eine Bewirtschaftung durch extensive Beweidung sollte weiterhin auf solchen Flächen erfolgen, wo der Schwalbenschwanz wichtige Vorkommen besitzt.

Besonderes (Verhaltensmerkmale): Die ca 40 mm groß werdende Raupe verfügt über erstaunliche Abwehrmechanismen: Bei Berührung stülpt die in Warnfarbe gekleidete, fingerdicke Raupe hinter dem Kopf zwei Geißeln aus, die durch Duftdrüsen ein stinkendes Sekret absondern, um so die Raupe vor dem Gefressenwerden zu schützen.