Punkt 18: Der Rabenhög-Steinbruch bei Craula

Schaumkalkbänke im Rabenhög-Bruch –Freilegung durch internationales Jugendworkcamp
Schaumkalkbänke im Rabenhög-Bruch –Freilegung durch
internationales Jugendworkcamp

Der zweiteilige Aufschluss ist zunächst in Höhe des Forstweges noch nicht sichtbar. Ein Aufstiegspfad führt über die Schichten des Oberen Wellenkalkes zur südlichen Steinbruchwand. Deren unterste Schicht gehört bereits zur unteren Schaumkalkbank, die 1,8 - 2,3 m mächtig ist und Reste zahlreicher Muschelkalkfossilien enthält. Darüber folgen 2,7 m sog. Zwischenmittel in Form dünnschichtiger, blaugrauer, im oberen Teil gelbbrauner sogenannte Wellenkalke. Die mittlere Schaumkalkbank erreicht etwa 2,0 m und ist mehr gelblich-braun gefärbt. Die nördliche Verlängerung dieser Bank wird an der etwas höher gelegenen nördlichen Felswand sehr deutlich und ist durch ihre Kompaktheit auffällig. Hier folgen abermals als Zwischenmittel dünne, plattige Kalksteine gelblich-brauner Färbung (ca. 1,0 m), über denen die obere Schaumkalkbank mit 0,5-1,0 m Stärke liegt. Auch die den Unteren Muschelkalk insgesamt gegen den Mittleren Muschelkalk abgrenzenden Orbicularis-Schichten mit der namengebenden fosssilen Muschel sind im nördlichen Aufschlussteil anzutreffen.

Wegebeschreibung: In Reichenbach gelangt man auf die B 84 Richtung Eisenach. Ca. 2 km südlich des Ortes, nach einem kurvenreichen Straßenabschnitt unmittelbar hinter einer kleinen Brücke, beginnt ein westwärts abzweigender Forstweg (Hinweisschild). Nach ca. 1,5 km kann an einer Schranke und Streuobstwiese geparkt werden. Dann erreicht man nach ca. 10 Min. Fußweg (an Wegekreuzung rechts halten) rechts des Weges eine Waldwiese und Schutzhütte. Hier ist der Aufstiegspfad zum ehem. Steinbruch (Hinweisschild).