Punkt 4: Der Lutter-Wasserfall bei Großbartloff

Der Wasserfall bei Großbartloff
Der Wasserfall bei Großbartloff

Das Erosionstal der Lutter begrenzt im Osten und Süden den Westerwald. Das Luttertal wird hauptsächlich durch die steilen Kalk- bzw. Mergelsteinhänge des Unteren Wellenkalkes begrenzt. Im Unterlauf der Lutter bei Großbartloff ist die Talebene sehr breit. Der Talrand wird hier durch die tonig, mergeligen Schichten des Röt gebildet, die stellenweise von Kalksteinschutt und Fließerden sowie Löß bedeckt sind. Der Talboden wird durch holozäne Süßwasserkalke bzw. Auelehme bedeckt. Bei der Spitzmühle wurden früher Travertine als Bausteine entnommen. In jüngerer Zeit wurde westlich des Wasserfalls Kalksand in einer Grube abgebaut. Im Luttertal nahe des Wasserfalls sind lockere Kalksande freigelegt. Direkt an der ca. 10 m hohen Steilwand des Wasserfalles stehen feste bankige teilweise poröse Travertine an. Im Randbereich und Unterlauf des Lutterbaches hält die Bildung von Süßwasserkalk noch heute an.

Wegebeschreibung: Von Geismar fährt man entlang des Friedatals in Richtung Lengenfeld/Stein, am Luttertal ist in Richtung Großbartloff abzubiegen. Hier wird der Ort in Richtung Wachstedt durchfahren und ca. 200 m hinter Großbartloff die Spitzmühle und der Wasserfall erreicht.