
Plateauartige Reste der ehemals weite Teile Mitteleuropas bedeckenden Ablagerungen des Muschelkalkmeeres sind im Naturpark verbreitet. Ihre Abtragung erfolgte seit Jahrmillionen, besonders aber im Eiszeitalter (Pleistozän) und setzt sich fast unmerklich bis heute fort. Am Heldrastein ist das gut zu beobachten. Die unter dem Muschelkalk liegenden relativ weichen und gipshaltigen Gesteine (Oberer Buntsandstein = Röt) nehmen aus Klüften in den auflagernden Kalksteinschichten Niederschlagswasser auf und werden plastisch.
Zusätzlich lösen sich die Gipsbestandteile im Röt, Hohlräume können entstehen. Damit wird der Untergrund der Muschelkalkschichten instabil. An den Plateaurändern lösen sich Felstürme ab, Kalksteinblöcke in allen Größen bedecken die Böschungen aus Buntsandstein.
Eindrucksvoll sind am Heldrastein die großen verstürzten Kalksteinblöcke neben dem Aufstiegspfad, die mächtigen Abrissklüfte vor Erreichen des Plateaus und die scheinbar kurz vor dem Abkippen stehenden Felstürme. Obwohl sich in den zeitlichen Dimensionen eines Menschenlebens solche Absturzereignisse sehr selten ereignen, wird dem Wanderer doch ein ausreichender Abstand zu den Felskanten empfohlen.
Um die am Fuße des Heldrasteins recht mächtigen weißen bis hellroten Gipseinschlüsse im Oberen Buntsandstein zu sehen, kann bei genügend Vorsicht, die berghangseitige Straßenböschung etwa 100 - 300 m nordwestlich des Parkplatzes betrachtet werden. Außerdem weisen Quellwasseraustritte an dieser langen Böschung auf wasserführende Tonschichten hin.
Wegebeschreibung: Man fährt von der Ortsmitte Großburschlas südwärts Richtung Schnellmannshausen. Am höchsten Punkt der kurvenreichen Strecke liegt unterhalb des Heldrastein-Massivs der Wanderparkplatz. Die Informationstafel befindet sich am Beginn des Aufstiegsweges zum Plateau.