
Bei den Golken handelt es sich um zwei Erdfallquellen von besonderer Naturschönheit. Ihre Entstehung ist mit den Erdfallquellen bei Oberdorla vergleichbar. Durch verstärkte Kalklösung und -ausfällung im wärmeren Klima der Zwischeneiszeiten und im Holozän kam es um Bad Langensalza zur Bildung von festen Travertinen und im Unterlauf der Salza zu Kalksandablagerungen. Die Travertine werden noch heute als Werk- und Dekorsteine abgebaut. So stehen mittelpleistozäne Travertinlager am Sülzenberg (östlich der B 84) und holozäne Travertinlager im Salzatal an. Die erste urkundliche Erwähnung der Golken erfolgte im Jahre 1537. Die kleine Obere Golk wurde 1821 von Bodenschlamm gereinigt und mit einem Erdwall umgeben. Der Quelltrichter hat einen kreisförmigen Umfang und die größte Tiefe liegt bei ca. 3 m. Die schlecht zugängliche Untere Golk ist ungleichförmig und hat eine Tiefe von ca. 8 m (FEHLER 1998). Sehr bedeutsam ist das Gebiet der Golken für die Trinkwasserversorgung, die Naherholung der Bevölkerung der Stadt Bad Langensalza und den Arten- und Biotopschutz.
Wegebeschreibung: Von Reichenbach ist auf der B 84 in Richtung Bad Langensalza zu fahren und im Ortsteil Ufhofen zu parken. Von dort führt ein Wanderweg ca. 350 Meter westlich zur Oberen Golke. Die Golken befinden sich im Naturschutzgebiet "Zimmerbach- Hellerbachtal". Hier wird um besondere Rücksichtnahme gebeten, insbesondere dürfen die befestigten Wege nicht verlassen werden. Aus diesem Grund ist nur die Obere Golke zu besichtigen.