Punkt 7: Der geologische Wanderpfad vom Töpferstieg zur Adolfsburg in Treffurt

Ehemaliger Steinbruch in einer Schichtenfolge des Unteren Muschelkalks
Ehemaliger Steinbruch in einer Schichtenfolge
des Unteren Muschelkalks

Mehrere Erläuterungstafeln erklären die Geologie des Wandergebietes(Wegemarkierung "T 3"). Man durchquert von unten nach oben Ablagerungen eines Zeitabschnittes der Trias von etwa 12 Millionen Jahren.

Anfangs sind Schichten des Mittleren Buntsandsteins zu sehen. Oberhalb des breiten Querweges stehen die ton-, gips- und anhydritreichen Ablagerungen des Oberen Buntsandsteins (Röt) an. Diese meist recht farbigen, weichen Gesteine weisen auf wiederholte Meeresbedeckung unter trockenheißen Klimabedingungen hin, bei denen es zur Eindampfung des Meerwassers und Ausscheidung von Gips, Anhydrit und Salz kam. Danach überflutete allmählich das Muschelkalkmeer Mitteleuropa und lagerte kalkhaltige Sedimente ab.

Sie sind nach Verlassen des breiten Forstweges in Nordrichtung und beim Aufstieg zur oberen Felskante mit der Schutzhütte "Adolfsburg" zu sehen. Der beeindruckende Ausblick reicht under anderem über die Werraaue zum Heldrastein und den Höhen des hessischen Berglandes.

Verläßt man weiter östlich die steil aufragende Schichtstufe, gelangt man wenige Meter südlich neben einem breiten Fahrweg, der zur Burg Normannstein führt, an einen kleinen Aufschluß mit dicken Schaumkalkbänken, die früher wertvolles Baumaterial darstellten. Nach weiteren 50 Metern südwärts erreicht man einen auflässigen Steinbruch, in dem die sogenannte Terbratelzone des Unteren Muschelkalks mit sehr schönen Faltenstrukturen, den Zeugnissen tektonischer Beanspruchungen während der Gebirgsbildung, zu sehen sind.
Für den Abstieg werden der Weg zur Burg Normannstein und von dort abwärtsführende, gut begehbare Serpentinenpfade empfohlen.

Wegebeschreibung: Die Fahrtroute führt von Diedorf über Wendehausen nach Treffurt. Noch vor dem Stadtkern biegt man nordwärts Richtung Normannstein ab. Ab Verkehrsinsel ist der Wanderpfad ausgeschildert.