Gelbbauchunke - Bombina variegata

Artbeschreibung: Charakteristisch ist die grau bis dunkelbraune oder olivefarbe Oberseite (mit dunklen Flecken). Die Unterseite ist blaugrau oder braun und von gelben bis orangen Flecken durchsetzt. Die Unken können eine Größe von 50 mm und ein Gewicht von über 10,0 g erreichen. Die dumpf wirkenden -..uuh..uuh..uuh.- Ruflaute der Männchen sind während der Paarungszeit an ihren Gewässern kaum zu überhören.

Gelbbauchunke
Gelbbauchunke

Besonderes (Verhaltensmerkmale): Bei unmittelbarer Gefahr, wenn Gelbbauchunken nicht flüchten können, drücken sie ihre Bauchunterseite fest auf den Boden und biegen gleichzeitig ihre Vorder- und Hinterextremitäten um, so dass ihre gelben Flecken sichtbar werden. Dieses Abwehrverhalten soll abschreckend auf Feinde wirken, da die Unken hochwirksame Hautgifte besitzen.

Lebensraum/Lebensweise/Biologie: Gelbbauchunken sind Bewohner des Berg- und Hügellandes. Ab April leben sie bevorzugt in kleinen vegetationsarmen wassergefüllten Tümpel, Fahrspurrinnen oder Gräben. Nach der Paarung heften sie ihre Eier an Grashalme oder andere Gegenstände im Gewässer. Zu ihren Beutetieren zählen hauptsächlich Kleininsekten. Ab Oktober ziehen sich die Unken in Erdhöhlen oder andere frostsichere Behausungen zurück, um dort die Wintermonate zu überstehen.

Verbreitung: In Deutschland kommt die Art in den mittleren und südlichen Bundesländern vor. Durch Thüringen verläuft die nordwestliche Verbreitungsgrenze. In den Naturparkregionen Werratal und Hainich befindet sich fast die Hälfte aller Vorkommen Thüringens.

Gefährdung: Viele Vorkommen der Gelbbauchunke sind in ihrer Existenz gefährdet, besonders betroffen sind Abgrabungsgebiete die nach Nutzungsaufgabe wieder verfüllt werden. Dadurch ist die Art an vielen Orten bereits wieder verschwunden. Die Art steht in Deutschland, wie auch in Thüringen, auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten.