
Der Erdfall liegt mitten im Feld - ca. 300 m nördlich der Straße und 180 m westlich des Feldweges. Auf Grund der Lage sollte dieser nur nach der Ernte bzw. vom Herbst bis zum Frühjahr besichtigt werden. Wie bereits zu Punkt Nr. 16 beschrieben, ist der Ost- und Nordostabhang des Hainichs und Harthbergsattels von Erdfällen geprägt. Im Bereich von größeren Hohlräumen im Gestein konnte sich die Erdoberfläche flächig absenken. Es entstanden sogenannte Subrosionssenken. Entlang von Störungszonen kam es zum punktförmigen Einsturz der Deckschichten - zur Bildung von Erdfällen. Anhand des Erdfalls bei Reichenbach kann gut die Entwicklung eines trockenen Erdfalls dokumentiert werden. Dieser liegt im Bereich des Oberen Muschelkalkes, der hier ca. 45 m mächtig ist. Als Zeitpunkt der Entstehung läßt sich ungefähr das Winterhalbjahr 1967/68 angeben. Bei der Vermessung 1968 betrug die ursprüngliche Tiefe 48 m und der obere Durchmesser etwa 4 m. 1997 konnte eine Tiefe von 13 m und ein Durchmesser von 12 m gemessen werden (GEYER u.a. 1999).
Wegebeschreibung: Von Oberdorla fährt man parallel zum Nordosthang des Hainich über Niederdorla, Oppershausen, Mülverstedt, Craula bis ca. 600 m westlich von Reichenbach. Hier (Hinweisschilder beachten) beginnt nördlich der Straße ein unbefestigter Feldweg, an dessen Anfang oder am Straßenrand ist zu parken.