Punkt 2: Dolomitfelsen im Naturschutzgebiet "Hasenwinkel" bei Fretterode

Felsen des Zechsteindolomits
Felsen des Zechsteindolomits

Bei Fretterode ist der Höhenrücken des Hasenwinkels durch ein Längstal vom Höheberg getrennt. Ca. 100 m vor dem Ortsausgang von Fretterode in Richtung Vatterode biegt man rechts ein und erreicht auf einem schräg aufwärts führenden Weg das Gipfelgebiet des Hasenwinkels, das seit 1939 Naturschutzgebiet ist.

Im Weg sind stellenweise plattige und bankige Dolomite aufgeschlossen, am Kamm bildet massiger, etwas bituminöser (beim Anschlagen stinkender) Dolomit Felsen. Die Dolomite sind in die Schichtfolge des Zechsteins einzustufen, ihr Alter ist also Oberes Perm (ca. 235 Millionen Jahre). Während sonst innerhalb der Eichenberg - Saalfelder Störungszone meist jüngere Schichten grabenartig abgesenkt sind, wurden hier ältere Schichten aus dem Untergrund der Trias-Ablagerungen wahrscheinlich durch Salzbewegungen aufgewölbt. Mächtige Steinsalzlager im Zechstein waren ursprünglich auch hier flächenhaft verbreitet.

Steinsalz ist leichter als das auflagernde Deckgebirge, und unter hohem Belastungsdruck fließfähig. Wo das Deckgebirge durch Störungen aufgelockert war, konnte das Salz stellenweise nach oben dringen und seine Deckschichten aufwölben.

Wegebeschreibung: Die Route führt zurück über Bornhagen, dann durch das flachwellige Gebiet des Keupergrabens der Eichenberg - Saalfelder Störungszone - links begrenzt durch den Wellenkalkhärtlingszug der nordöstlichen "Grabenschulter", rechts durch den Buntsandsteinrücken des Höhebergs mit der Teufelskanzel - über Bornhagen nach Fretterode.