
Länge: 8,6 km
Schwierigkeitsgrad: mäßig anspruchsvoll
Wegesymbol: Eibenzweig mit Frucht oder Grüner Schrägbalken auf weißem Grund
Ausgangspunkt: Naturparkzentrum Fürstenhagen

Der 8,6 km lange Rundwanderweg führt Sie durch den größten Eibenwald Thüringens, gelegen in einem der ältesten Naturschutzgebiete unseres Bundeslandes, dem „Lengenberg“. Entlang an Fichtenforst und Buchen-Mischwald gelangen Sie rasch zu den ersten Eiben, die sich unter dem dichten Kronendach der Buchen behaupten. Sie sehen auf dem Lehrpfad einen großen Teil von den insgesamt ca. 5700 Eiben, die in verschiedensten Wuchsformen in Erscheinung treten.
Die 2- bis 3-stündige Wanderung führt vom Naturparkzentrum in Richtung Ortsmitte an der Fürstenhagener Dorflinde vorbei, zum Forsthaus Lengenberg. Hier biegt der Weg nach rechts in den Wald ein. Folgen Sie den Wegweisern! Das Symbol des Lehrpfades ist ein Eibenzweig. Er begleitet Sie auf allen Wegweisern. Der Weg führt zuerst über das Plateau, durch Fichtenforst und Buchen-Mischwald. Nachdem Sie am Wegkreuz bei der Schutzhütte nach links abgebogen sind, gelangen Sie bald zu den ersten Eiben, die sich dort unter dem dichten Kronendach der Buchen behaupten. Auf ca. 23 ha breitet sich vor Ihnen das Naturschutzgebiet „Lengenberg“ aus. Vielfältige Eindrücke warten auf Sie. Haben Sie die Nadeln und Früchte der Eiben schon einmal näher betrachtet? Interessant sind auch die unterschiedlichen Wuchsformen und Erscheinungsbilder dieser Bäume! Bereits im Jahre 1931 wurden die Eiben des Kreises Heiligenstadt unter "weitgehenden Schutz" gestellt und 1961 der bedeutendste Teil der Eibenbestände zum Naturschutzgebiet "Lengenberg" erklärt. Einen großen Teil davon sehen Sie auf unserem Lehrpfad. Insgesamt wachsen im Naturschutzgebiet ca. 5700 Eiben – ein bedeutendes Naturgut. Unterwegs wird Ihnen auffallen, dass an manchen Standorten Eiben eingezäunt sind. Hier versucht man die Naturverjüngung der Eiben zu fördern, indem man die jungen Bäumchen vor Verbiss schützt. Die hohe Wilddichte von Rot- und Rehwild führt zu extremen Verbissschäden an den jungen Eiben, die nicht selten dadurch absterben. Die zeitweilige Umzäunung der Bäume muss solange erfolgen, bis sie groß genug sind und die jungen Triebe vom Wild nicht mehr erreicht werden. Auf lange Sicht ist eine Nach fast der Hälfte der Wanderung erreichen Sie eine Biegung, wo der Abkürzungsweg abzweigt. Wenige Meter weiter werden Ihnen vereinzelte gebogene Bäume am steilen Hang auffallen. Hier lösen sich immer wieder Kalkschollen vom Hang ab und rutschen in die Tiefe. Zu diesen Erdbewegungen kommt es, da unter den Kalkschollen eine Rötschicht liegt. Das Regenwasser läuft ungehindert durch die Kalkschicht und sammelt sich auf dem tonigen Röt .Wird der Druck auf die Kalkmassen erhöht, rutschen die Kalkschollen auf dem Röt hinab. Einzelbäume werden oft durch die Erdbewegungen mitgerissen oder ihr Wurzelwerk geschädigt, so dass sie zuweilen entfernt werden müssen. Auch der Weg wird durch das Abrutschen der Kalkmassen in Mitleidenschaft gezogen: Immer wieder müssen Risse verfüllt oder der Weg neu angelegt werden. Nachdem Sie nun ca. 2 km oberhalb des Luttertales am Ostabhang des Lengenbergs nach Süden gewandert sind, erreichen Sie an einem Wegekreuz eine gefasste Quelle, den "Fürstenhagener Born". Von hier holten die Bewohner Fürstenhagens ihr Trinkwasser, bevor im Zusammenhang mit der Eisenbahn die Wasserleitung nach Fürstenhagen gebaut wurde. Kosten Sie das Wasser des Lengenbergs – es schmeckt immer noch köstlich!
Helfen Sie mit! Um die Natur zu schonen, bleiben Sie bitte auf den markierten Wegen und entsorgen Sie Abfälle umweltgerecht zu Hause. Viel Freude beim Wandern wünschen Ihnen die Mitarbeiter der Naturparkverwaltung!